Was steckt hinter Separatorenfleisch?

Eigentlich unterliegen Lebensmittel strengen Richtlinien, doch gibt es immer wieder schwarze Schwarze. Das zeigte erste kürzlich die ZDF Sendung „Frontal 21“.

Hierbei schleuste ein ehemaliger Metzgermeister eine gepantschte Wurst in eine Qualitätskontrolle der Landwirtschafts-Gesellschaft (kurz: DLG) ein. Die Wurst bestand aus 27 % Wasser, 9 % Fleisch und 46 % Seperatorenfleisch. Laut Lebensmittelrecht müsste letzteres gekennzeichnet werden.

Es ekelt mich an, sowas zu machen,

sagte Josef Voll, der die Wurst im Auftrag der Sendung herstellte.

Die DLG prüfte das Fleisch anhand der Kriterien Aussehen, Geruch, Geschmack und Konsistenz. Das Urteil: Das silberne DLG-Siegel! Das Problem: Eigentlich lässt die DLG Separatorenfleisch nicht offiziell zur Prüfung zu.

Josef Voll ist schockiert über die Entscheidung:

Das war ja keine Wurst, das hat ja mein Ehrgefühl berührt, so eine Wurst herzustellen. Und wenn wir dann trotzdem in der Lage sind, mit diesen ganzen Hilfsstoffen, dafür eine Medaille zu bekommen, dann ist das traurig.

Separatorenfleisch macht die Wurst günstig

Bei Separatorenfleisch handelt es sich um eine Wurst, die hauptsächlich aus Tierresten besteht.

Das heißt, das ist der letzte Rest, der Abfall im Grunde genommen, der noch verwertet werden kann,

so der Metzgermeister weiter. Der Materialwert liege bei 59 Cent, heißt es. Im Supermarkt werde sie allerdings für mehr als sieben Euro verkauft.

Wurst besteht Qualitätskontrolle

Seperatorenfleisch ist heutzutage in der Fleisch-Produktion schwer nachweisbar. Das bedeutet, dass das Risiko erwischt zu werden sehr gering ist. Daher wird in der Praxis relativ häufig gepantscht.

Als Reaktion auf den Magazin-Beitrag verschärfte die DLG ihre Qualitätsprüfung.

Die Glaubwürdigkeit der DLG-Prämierungen müsse garantiert sein,

so Rudolf Hepp, Geschäftsführer des DLG-Testzentrums Lebensmittel.

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