Hilfe gegen Übersäuerung

Je nachdem, was wir verzehren, ist das Ergebnis der Verdauung entweder sauer oder basisch. Früher nahmen wir über die Nahrung vorwiegend Basen auf. Darauf sind wir eingerichtet, und damit funktionieren wir gut. Heute hat sich das verändert. Unsere Lebensmittel enthalten nicht nur reichlich Fett, sondern auch reichlich Zucker, und ausgerechnet diese beiden Stoffe sind starke Säurebildner.

Das Problem wird noch dadurch verschärft, daß wir nicht nur reichlich Säurebildner, sondern auch wenig Basenbildner verzehren. Basen sind die Gegenspieler der Säuren. Selbst die stärkste Säure verliert ihre Aggressivität, wenn sie mit einer Base neutralisiert wird (Säure + Base >>> Salz + Wasser). Und so bearbeitet der Körper alle Säuren, die er ausscheiden will. Den Ausscheidungsorganen werden nur neutralisierte Säuren übergeben.

Die Neutralisierung endet jedoch, wenn keine Basen mehr zur Verfügung stehen. Dann verbleiben die noch nicht neutralisierten Säuren im Körper. Selbst wenn über mehrere Tage ein Säurerest übrigbleibt, ist das noch kein Problem. Denn es können ja Tage kommen, an denen genügend Basen bereitgestellt werden, sodaß alle eingelagerten Säuren neutralisiert (und ausgeschieden) werden. Nur wenn das nicht geschieht, und an jedem neuen Tag, immer wieder, ein Säurerest zurückbleibt, dann füllt sich der Körper mit Säuren, und das Säureproblem beginnt.

Ursachen von Übersäuerung
Unser Säure-Basen-Haushalt ist in Balance, wenn sich alle pH-Werte im Körper in ihrer vorgesehenen Spanne zwischen sauer (0 bis 6,9), neutral (7) oder basisch (7,1 bis 14) befinden. Wenn alle Enzyme und Stoffwechselprozesse funktionieren sollen, ist zu viel Säure ein Problem. Und allein beim Verdauungsprozess entsteht ein Kilo­gramm saures Kohlendioxid, dessen sich unsere Lunge aber beim Ausatmen ent­ledigt. Säuren aus der Nahrung, etwa aus Proteinen, werden vorwiegend von den Nieren über den Urin ausgeleitet. Diese Regulationsmechanismen finden automatisch statt, sobald der pH-Wert im Blut von der Norm abzuweichen droht, sonst würde der gesamte Körper Schaden nehmen. Was wir essen, hat dank dieser Puffer keine dramatischen Auswirkungen auf den Säure-Basen-Haushalt, und eine kli­nische Übersäuerung ist extrem selten – etwa wenn Nieren oder Lunge geschwächt sind.

Ob Lebensmittel „sauer“ sind, also bei der Verwertung Säuren anfallen, kann man übrigens nicht am Geschmack erkennen. Zitrusfrüchte etwa sind stark basenbildend. Zu den säurebildenden Lebensmitteln gehören dagegen Fleisch, Eier und Käse, aber auch Reis und Pasta. Basenbildner sind Gemüse, Obst und Kartoffeln.

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