DIY-Sushi: Ganz einfach selber machen

In dieser Schritt-für-Schritt-Anleitung und dem Tutorial-Video von Sally lernst du in nur wenigen Schritten, wie du dir japanische Sushi-Röllchen zuhause selbst zubereiten kannst. Ein selbstgemachtes Sushi ist weniger aufwendig als du denkst.

Inhaltsverzeichnis

  1. Was ist Sushi?
  2. Welche Arten von Sushi gibt es?
  3. Was benötige ich, um Sushi zuzubereiten?
  4. Welche Rezepte eignen sich für Einsteiger?
  5. Zubereitung von Sushi-Reis
  6. Sushi selber machen: So geht’s 
  7. So wird Sushi richtig gegessen

1. Was ist Sushi?

Sushi ist ein japanisches Gericht, das aus Essigreis („Sushi Rice“) und anderen Zutaten wie Fisch, Meeresfrüchten, Eiern oder Gemüse besteht. Für Neulinge kann Sushi erst mal beängstigend wirken, da sich in der Speisekarte ein Haufen Fremdwörter finden lassen. Doch keine Angst, eigentlich ist die Zubereitung ganz einfach.

Sushi selber machen mit leckerer Füllung ©iStock
Sushi selber machen kann mit Freunden richtig Spaß machen. Jeder kann eine andere leckere Füllung ausprobieren. ©iStock

2. Welche Arten von Sushi gibt es?

Es gibt viele verschiedene Sushi-Formen. Wir möchten dir kurz die bekanntesten vorstellen. Grundsätzlich werden zwei Grundformen unterschieden: Maki und Nigiri.

Als Maki werden die bekanntesten, gerollten Sushi-Röllchen definiert. Diese bestehen aus jeweils einer Schicht Fisch, Gemüse und Reis, die in Algen gewickelt sind.

Nigiri ist roher Fisch auf Reis – ohne Seetang.

Die Hauptgewürze für Sushi sind Sojasauce und Wasabi (japanischer Meerrettich). Sojasauce wird als Dip-Sauce verwendet und Wasabi wird in Nigiri-Sushi eingelegt und kann zum Eintauchen auch mit Sojasauce gemischt werden. Außerdem wird gewöhnlich eingelegter Ingwer zusammen mit Sushi serviert. Zu einer Sushi-Session reichst du am besten einen grünen Tee.

3. Was benötige ich, um Sushi zuzubereiten?

Um dein erstes eigenes Sushi herzustellen, benötigst du weniger Utensilien als du denkst. Doch drei Dinge gehören zum Starter Kit dazu: ein Reiskocher, ein scharfes Messer und zum Rollen der Sushi-Rollen eine Bambusmatte. Vor dem Sushi-Abend solltest du die wichtigsten Dinge schon besorgt haben. Ein Starterset ist zum Beispiel online oder in jedem Asiamarkt ab 10 Euro erhältlich.

Zusätzlich kommen Utensilien wie Noriblätter, Reisschüsseln, Stäbchen, Messer und Gewürze hinzu.

Sushi zubereiten ©iStock
Sushi rollen ist viel einfacher als es aussieht. Das Rollen benötigt einfach nur etwas Übung. ©iStock

4. Welche Rezepte eignen sich für Einsteiger?

Regelmäßig Sushi essen gehen kann sehr teuer werden. Deshalb lohnt sich die Zubereitung zuhause. Doch auch hier hängen die Kosten mit den Zutaten zusammen. Wird frischer Fisch, Ingwer und Sojasauce verwendet, dann sind das zusätzliche Ausgaben.

Das oberste Gebot bei Sushi-Zutaten ist Frische. Wir empfehlen dir, den Fisch vorab bei einem Fischhändler zu bestellen. Achte bei frischem Fisch darauf, dass die Kühlkette nicht unterbrochen wird, denn mehrmaliges Einfrieren kann zu Salmonellen führen. Möchtest du zunächst auf rohen Fisch verzichten, dann bieten sich auch Räucherlachs, Garnelen oder Surimi an.

Bist du dir unsicher, ob der Fisch noch frisch ist, dann beurteile ihn nach seinem Geruch und der Farbe. Faustregel: Frischer Fisch riecht nicht.

5. Der Start: Sushi-Reis vorbereiten

Reis bildet die wichtigste Zutat für die japanische Spezialität. Er sollte zu allererst zubereitet werden. Sushi-Reis zeichnet sich besonders durch seine klebrige Konsistenz aus.

Folgende Zutaten werden benötigt: 

  • 500g Reis
  • 600ml Wasser
  • 100g Reisessig
  • 80g Zucker
  • 30g Salz

Anleitung:

  1. Wasche den Reis mit kaltem Wasser.
  2. Gib ihn in einen großen Kopf und füge das kalte Wasser hinzu.
  3. Koche den Reis und lasse ihn anschließend für 15 Minuten quellen.
  4. Während der Reis gart, kannst du den Essig vorbereiten. Hierzu wird der Reis mit einem Sushi-Zu angemacht. Dies kannst du entweder kaufen oder selbst zubereiten. Verrühre hier den Reisessig, Zucker und das Salz in einen kleinen Topf und lasse es kurz aufkochen.
  5. Gib nun das Sushi-Zu zum gequollenen Reis hinzu und schmecke ihn ab.
  6. Verarbeite den Reis anschließend bei Zimmertemperatur.

6. Sushi selber machen: So geht’s

Sushi selber machen ist überhaupt nicht schwer, aber du solltest dir unbedingt genügend Zeit nehmen und keinen Druck machen. Japanische Spitzenköche durchlaufen für die Sushi Kunst eine zehnjährige Ausbildung.

Die Zubereitung der kleinen Häppchen kannst du auch super mit einem romantischen Date verbinden. Ihr könnt die kleinen Häppchen gemeinsam formen, dabei eine Flasche Wein trinken und euch schließlich näher kommen.

Für das Rezept von Sally benötigst du folgende Zutaten: 

  • Nori Blätter
  • Gurke
  • Rote Paprika
  • Gelbe Paprika
  • Kresse
  • Avocados
  • Frischkäse
  • Lachs (TK)
  • Schwarzer und weißer Sesam

Anleitung: 

  1. Schneide die Gurke längs in Scheiben. Entferne die Kerne und schneide sie dann in 5mm Stangen. Diese sollten etwas länger als Nori Blätter sein.
  2. Entferne die Paprika und schneide sie in jeweils lange Stränge. Halbiere die Avocado, entferne den Kern und schneide sie ebenfalls in lange Streifen.
  3. Schneide etwas Kresse mit einer Schere ab und schneide das Lachsfilet in lange Streifen.

Sushi rollen: Schritt-für-Schritt 

Verwende hierzu am besten eine Sushi Rolle und kleide diese mit Frischhaltefolie ein.

Maki

  1. Halbiere zunächst die Nori Blätter mit einem scharfen Messer. Lege sie mit der glatten Seite nach unten auf die Matte.
  2. Befeuchte die Hände mit etwas Wasser und verteile ca 80g Sushi Reis mit den Händen auf dem Nori Blatt. Lasse dabei oben einen 1cm Streifen frei. Lege das Nori Blatt nun an den Rand der Matte und belege es mit einer Gurke. Drücke nun die Rolle mithilfe der Matte gut fest und rolle sie zusammen.
  3. Lasse die Maki Rollen ca. 30 Minuten ruhen und befeuchte sie anschließend mit einem sehr scharfen Messer. Schneide sie in 8 Teile (erst halbieren und dann jeweils 4 Stücke).

Inside Out

  1. Halbiere die Nori Blätter mit einem scharfen Messer. Lege sie mit der glatten Seite nach unten auf die Matte.
  2. Befeuchte die Hände mit Wasser und verteile ca. 120g Sushi Reis auf dem Nori Blatt. Das ganze Blatt soll damit bedeckt und noch darüber hinaus um ca. die Hälfte des Nori Blattes erweitert sein. Drücke alles gut fest und stoße nun mithilfe der Matte die äußere Kante glatt.
  3. Wende das Nori Blatt und bestreiche die Reisplatte in der Mitte mit Frischkäse. Belege sie mit Gurkensticks, Kresse, Paprika oder Avocado.
  4. Rolle die Inside Out Rolle mithilfe der Matte auf und drücke alles fest. Ziehe die Matte nun am Ende etwas fest, damit die Rolle befestigt wird. Glätte an den Außenseiten die Inside Out Rolle mit den Händen und wälze sie nach Belieben noch in schwarzem oder weißem Sesam.
  5. Lasse die Inside Out Rollen für ca. 30 Minuten ruhen.

Nigiris 

  1. Forme mit deinen befeuchteten Händen etwas Reis zu einer kleinen Rolle.
  2. Verteile etwas Reis auf der Matte als Rolle und drücke ihn fest. Schneide die Rolle nun in ca. 3cm lange Stücke und forme sie nach Belieben mit den Händen.
  3. Belege sie nach Belieben mit Lachs, Avocado oder gedünstetem Spargel. Falls du die Nigiri mit Spargel belegen möchtet, solltest du ein Nori Blatt vorab zurechtschneiden und damit den Spargel in einer Banderole befestigen.

7. Sushi richtig essen

Sushi werden mit den klassischen Stäbchen verzehrt. Wer darin noch nicht so viel Erfahrung hat, der kann sich auch Übungsstäbchen besorgen. Solltest du auch daran scheitern, dann bieten sich immer noch die Finger als Instrument an, die kleinen Röllchen in den Mund zu geben. Auf reguläres Besteck wie Messer und Gabel sollte dagegen verzichtet werden. ©iStock
Sushi werden mit den klassischen Stäbchen verzehrt. ©iStock

Sushi werden mit den klassischen Stäbchen verzehrt. Wer darin noch nicht so viel Erfahrung hat, der kann sich auch Übungsstäbchen besorgen. Solltest du auch daran scheitern, dann bieten sich immer noch die Finger als Instrument an, die kleinen Röllchen in den Mund zu geben. Auf reguläres Besteck wie Messer und Gabel sollte dagegen verzichtet werden.

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