So verändert sich das Design von Coca Cola

Coca Cola stellte kürzlich das neue Design ihrer PET-Flaschen vor und überraschte mit ihrem türkisfarbenen Farbkonzept nicht nur Verbraucher.

„Durchbruch beim Recycling“

Allerdings handelt es sich diesmal nicht um eine neue Geschmacksrichtung, sondern um das Gebinde selbst. Die Flasche bestehen zu einem Viertel aus Plastik, das aus dem Meer gefischt oder an Stränden gefunden wurde. Durch eine neue Technologie werden sie lebensmitteltauglich. In der Pressemitteilung des Unternehmens heißt es, dies sei ein „Durchbruch beim Recycling“. Zudem sei es das erste Mal, dass Meeresplastik erfolgreich in einer lebensmittelechten Flasche wiederverwertet würden.

Die neue Technologie stammt vom niederländischen Start-up Ioniqa Technologies.

Coca Cola investiert in aktiven Umweltschutz und produziert Flaschen aus Meeresmüll. ©Coca-Cola Deutschland/Coca-Cola
Coca Cola investiert in aktiven Umweltschutz und produziert Flaschen aus Meeresmüll. ©Coca-Cola Deutschland/Coca-Cola

Coca Cola wird somit zum Pionier bei der Umsetzung des sogenannten „Enhanced Recycling“. Hierbei wird Plastik in seine Einzelteile zersetzt, gesäubert und zu neuem Kunststoff verarbeitet. Die Methode gilt als optimierte Wiederverwendungsart, bei der auch minderwertige Kunststoffe, die sonst aus dem Wertstoffkreislauf ausgeschieden wären, verwendet werden. Im Endeffekt wird weniger Material zur Herstellung neuer Flaschen benötigt.

Termin steht noch nicht fest

Verpackungen spielen eine wichtige Rolle, aber sie müssen immer wiederverwertbar sein, gesammelt und recycelt werden,

erklärt Tim Brett, Präsident von Coca-Cola in Westeuropa.

In Deutschland werden rund 30 Prozent der Einweg-PET-Flaschen des US-Konzerns wiederverwertet und zu neuen Flaschen für die verschiedenen Marken der Amerikaner aufbereitet – was im Umkehrschluss bedeutet, dass die übrigen 2/3 in weniger anspruchsvolle Lösungen fließen.

Wann genau die neue Flasche auf den Markt kommt, steht noch nicht fest.

Die Technik ist jetzt da, nun liegt es an uns, sie so schnell wie möglich marktfähig zu machen,

so Brett weiter.

Doch ganz unumstritten ist die Technik nicht.

Chemisches Recycling hat einen hohen Energieaufwand und deshalb in der Fachwelt nicht den allerbesten Ruf,

moniert Carl Dominik Klepper, Geschäftsführender Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Verpackung + Umwelt (AGVU). Außerdem gebe es rechtliche Hürden wegen der strengen Vorgaben für Lebensmittelverpackungen, die beim chemischen Recycling aber auch eingehalten werden können.

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