Regelschmerzen? Das gehört jetzt auf den Speiseplan

Während einige Frauen den monatlichen Zyklus problemlos durchlaufen, leiden andere unter starken Symptomen. Hierzu zählen Krämpfe, Kopfschmerzen, Stimmungsschwankungen und Übelkeit. Doch durch die richtige Ernährung lassen sich einige Beschwerden deutlich lindern. In diesem Artikel zeigen wir die besten Lebensmittel gegen Regelschmerzen.

  1. Regelschmerzen: Was hilft?

Während der monatlichen Periode verliert der Körper sehr viel Blut. Deshalb werden Lebensmittel benötigt, die reich an gesunden Nährstoffen wie Vitaminen, Proteinen und Balaststoffen sind. Grundsätzlich ist viel Flüssigkeit ratsam. So empfiehlt sich eine Trinkmenge von mindestens 1,5 bis 2 Litern Wasser täglich. 

2. Diese Lebensmittel lindern Menstruationsbeschwerden

Die folgenden Lebensmittel sollten während der Periode verzehrt werden:

1.Lachs 

Lachs gehört zu den gesündesten Lebensmitteln und hilft auch bei der Linderung von starken Regelschmerzen. Die Omega-3-Fettsäuren, die dieser Fisch enthält, sind bekannt für ihre antioxidativen und entzündungshemmenden Eigenschaften, die dazu beitragen können, die Gebärmutter zu entspannen und die Regelschmerzen zu lindern.

2. Bananen 

Bananen eignen sich besonders bei Bauchschmerzen und Durchfall gut. Die hohen Mengen an Magnesium, Kalium und Ballaststoffen, die das Obst enthält, unterstützen den Darm und wirken sich entspannend auf die Stimmung aus. Magnesium ist auch als nützlicher Muskelrelaxant bekannt und lindert gleichzeitig die Krämpfe.

3. Joghurt 

Während der Periode kann eine Erhöhung der Kalzium- und Vitamin-D-Zufuhr dazu führen, die Symptome von PMS zu lindern. Beides ist reichlich in Joghurt enthalten. Er fördert zusätzlich die Verdauung.

Wohltuend und gesund: Bei Regelschmerzen sollte morgens eine Schüssel Joghurt verzehrt werden. ©iStock
Wohltuend und gesund: Bei Regelschmerzen sollte morgens eine Schüssel Joghurt verzehrt werden. ©iStock

4. Vollkornprodukte

Außerdem empfiehlt sich eine ballaststoffreiche Ernährung, die sich durch Vollkornprodukte gut abdecken lässt. Ballaststoffe sind verdauungsfördernd und können Bauchkrämpfe, Verstopfung und Blähungen vorbeugen. Zudem sorgen sie für ein lang anhaltendes Sättigungsgefühl. Greife zum Beispiel zu Vollkornbrot, -nudeln und – reis, Aprikosen, Äpfeln, Birnen und Leinsamen.

5. Spinat und Grünkohl

Beide Gemüsesorten sind reich an Kalzium, was nachweislich zur Linderung von Menstruationsbeschwerden beiträgt. Außerdem enthalten sie viel Vitamin E, B6 und Magnesium, die dem Körper Kraft verleihen, um Bauchschmerzen zu bekämpfen.

6. Brokkoli

Brokkoli gilt als gute Quelle für Ballaststoffe, Vitamin B6, Vitamin E und Magnesium. Diese Nährstoffe helfen dabei die schmerzhaften PMS-Symptome zu lindern und die Verdauung zu regulieren. Zudem liefert Brokkoli viel Eisen.

8. Dunkle Schokolade

Auch ein Stück dunkle Schokolade sollte während der Periode hin und wieder genascht werden, denn sie ist reich an Antioxidantien und Magnesium, die Krämpfe und Stimmungsschwankungen verbessern. Außerdem stimuliert Schokolade die Produktion von Endorphinen, auch als „Glückshormone“ bekannt. Es gilt die Regel: Je dunkler, desto besser.

Dunkle Schokolade ist nicht nur bei Regelschmerzen ein Genuss. Am besten eignet sich Zartbitterschokolade, denn sie stärkt Herz, Hirn und fördert die Durchblutung. ©iStock
Dunkle Schokolade ist nicht nur bei Regelschmerzen ein Genuss. Am besten eignet sich Zartbitterschokolade, denn sie stärkt Herz, Hirn und fördert die Durchblutung. ©iStock

8. Leinöl

Leinöl besitzt viele Omega-3-Fettsäuren, die die Produktion von bestimmten Gewebshormonen (Prostaglandine) hemmt. Diese Botenstoffe kontrollieren das Zusammenziehen der Gebärmutter und lösen so die Schmerzen aus. Sind weniger Prostaglandine vorhanden, dann sind die Schmerzen milder. Leinöl lässt sich zum Beispiel gut mit Quark vermengen oder direkt pur in den Salat geben. Andere Omega-3-Lieferanten sind Matjes, Lachs, Thunfisch oder Makrele.

9. Linsen

Vor allem während der Periode steigt der Bedarf an Eisen an. Besonders viel davon steckt in Hülsenfrüchten wie Linsen und Kichererbsen, aber auch in Kürbiskernen und Pistazien.

10. Erdnüsse

Erdnüsse stecken voller Magnesium und sind daher ebenfalls bestens geeignet, um der PMS-Müdigkeit entgegenzuwirken.

3. Diese Lebensmittel sollten während der Periode vermieden werden

Lebensmittel, die viele Chemikalien enthalten, wie Konserven, verarbeitetes Fleisch und Milchprodukte, verschlimmern die Bauchschmerzen und führen dazu, dass noch mehr Wasser im Körper bleibt. Diese Lebensmittel enthalten außerdem große Mengen an Salz.

Folgende Lebensmittel sollten während der Periode vermieden werden:

  • Süßigkeiten
    Süßigkeiten enthalten nicht nur viel Zucker, sondern führen auch zu Bauchschmerzen und Blähungen. Gleichzeitig sorgen Süßigkeiten für einen schnellen Anstieg des Blutzuckerspiegels. Dies verursacht Stimmungsschwankungen.
  • Alkohol
    Auch Alkohol sollte während der Regelblutung vermieden werden, denn der Blutverlust kann zu einem niedrigen Blutdruck führen. Der kann die Nebenwirkungen des Alkoholkonsums noch verstärken. Außerdem kann Alkohol den Periodenfluss erhöhen und dazu führen, dass noch mehr Blut verloren geht.
Finger Weg von zu scharfem Essen während der Periode. Es belastet den Körper zusätzlich. ©iStock
Finger Weg von zu scharfem Essen während der Periode. Es belastet den Körper zusätzlich. ©iStock
  • Scharfes Essen
    Sehr scharfe Speisen können ebenfalls zu Bauchschmerzen führen. Eine Ausnahme bilden Speisen mit frischem Chili. Dieser wirkt entzündungshemmend und blutdrucksenkend.
  • Fertigprodukte
    Sie enthalten viel Glutamat und sollten generell nur sehr selten verspeist werden.

4. Tipps gegen den Heißhunger

Zur Menstruation gehören leider auch oft Heißhungerattacken, die häufig durch hormonelle Schwankungen verursacht werden. In der Zeit greift Frau besonders gern zu Kohlenhydraten, Fetten und Süßigkeiten. Kein Wunder also, dass in dieser Zeit das Verlangen nach Schokolade besonders hoch ist.

Gelüste auf bestimmte Lebensmittel stehen in Zusammenhang mit den biochemischen Veränderungen während des Monatszyklus,

erklärt die amerikanische Gynäkologin Dr. Oluwakemi M. Edokpayi gegenüber dem Onlinemagazin Popsugar.com.

Wenn die Menstruation beginnt, verändert sich der Hormonhaushalt. Dieser Umschwung kann die Ursache für Heißhunger-Attacken sein, mit denen wir versuchen, unsere Stimmung zu verbessern.

Hierbei spiele der abfallende Sertonin- und Östrogenspiegel eine wichtige Rolle.

Diese Gelüste sind während der Regelblutung absolut normal und treten nur zeitweise auf, doch Vorsicht, denn nach dem ersten Hochgefühl sinkt die gute Laune wieder schnell in den Keller.

Eine bessere Alternative zu Pizza, Schokolade und Co. sind deshalb Nüsse oder Trockenfrüchte. Ebenfalls empfehlenswert sind sanfte Sportarten wie Yoga, Pilates und Meditation.

Der Heißhunger ist übrigens genauso schnell wieder vorbei wie er gekommen ist.

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