Preiserhöhung: Trinkwasser wird teurer!

Die Preise für Trinkwasser steigen deutlich an. Im Schnitt um 25 Prozent, heißt es in einer Analyse der Grünen-Bundestagsfraktion, die Zahlen des Statistischen Bundesamts in Wiesbaden auswerteten.

Regional große Preischwankungen

Bereits in den letzten Jahren sei der Wasserpreis stark gestiegen. Am höchsten sind die Preissteigerungen in Bayern ausgefallen.Verbraucher mussten hier etwa 60 Prozent mehr zahlen.

In Berlin, Brandenburg und Thüringen ist der Trinkwasserpreis dagegen günstiger geworden. Was die Wasserkosten insgesamt betrifft, liegt Bayern im unteren Mittelfeld. Am meisten zahlen die Bürger in Nordrhein-Westfalen für ihr Wasser. Die Berliner zahlen den geringsten Beitrag für ihr Wasser.

Die Wasserpreise steigen doppelt so schnell wie die allgemeinen Verbraucherpreise,

kritisierten die Grünen.

Abhängig ist der Preis von den Wasservorräten in der Region sowie der Einwohnerzahl.

Warum steigt der Trinkwasserpreis weiter an?

Grund für den zunehmenden Preisanstieg ist die hohe Nitratbelastung im Grundwasser. Dadurch wird die Aufbereitung schwieriger und teurer.

Gerade in Gebieten mit landwirtschaftlich intensiv genutzten Flächen ist das Grundwasser häufig durch zu viel Stickstoff belastet,

erklärte der Umweltbundesamt.

Der Stickstoff komme aus Mineraldüngern für den Obst- und Gemüseanbau, Gülle oder Mist aus der Tierhaltung.

Die Grünen kritisieren die steigenden Trinkwasserpreise:

Wenn die Bundesregierung die Agrarindustrie unsere Landschaft mit Gülle überschwemmen lässt, zahlt nicht zuletzt der Trinkwasserverbraucher die Zeche dafür,

so Anton Hofreiter, Grünen-Fraktionschef. Er fordert außerdem „eine Bundesregierung, die diesen Skandal nicht stillschweigend  hinnimmt, sondern die Überdüngung unserer Gewässer beendet“.

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