Neue EU-Verordnung: Kommt jetzt die Pommes-Polizei?

Die viermonatige Übergangsfrist ist vorbei: Ab heute tritt die neue EU-Verordnung in Kraft, die künftig den Acrylamidgehalt in Lebensmittel verringern soll.

So entsteht Acrylamid

Acrylamid ist eine schädliche Substanz, die krebserregend ist und in Pommes frites, Chips und Backwaren enthalten ist. Diese werden vor dem Verzehr üblicherweise frittiert, geröstet oder gebacken, wobei der gesundheitsgefährdende Stoff Acrylamid entsteht.

Auswirkungen für die Hersteller

Die Verordnung hat Konsequenzen auf zahlreiche Hersteller von Kartoffelprodukten sowie Brot und Feinbackwaren. Sie müssen künftig genaue Vorschriften einhalten, um die Acrylamid-Werte ihrer Produkte möglichst niedrig zu halten. Kontrolliert werden sie von den jeweiligen Lebensmittelbehörden.

Ich halte die Verordnung für sinnvoll, weil wir ein echtes Gesundheitsproblem haben. Acrylamid ist in den Dosen, in denen viele Menschen, gerade junge Leute das zu sich nehmen, höchstwahrscheinlich krebserregend,

kommentiert der CDU-Europapolitiker Peter Liese die Verordnung.

Konsequenzen für die Gastronomie

Auch für die Gastronomie hat die Verordnung Konsequenzen. Allerdings sind die Vorgaben hier lockerer angesetzt. So gibt es nur Empfehlungen, an die sich Restaurantbesitzer, Imbissbuden und Bäckereien halten können.

Aber es gibt eben keine konkreten Grenzwerte, wo man sagen kann, der Betrieb wird zugemacht oder es gibt hohe Strafen. Sondern da ist ein Prozess, dass man sich Schritt für Schritt an dieses Thema heranpirscht und versucht, das Acrylamid weiter zu reduzieren. Aber es gibt keine Pommes-Polizei,

so Liese weiter.

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