Mythos Cola & Salzstangen: So bekämpfst du Übelkeit und Erbrechen

Hast du oft ein flaues Gefühl im Magen und neigst zu Übelkeitsanfällen? Dein Körper signalisiert dir, dass irgendetwas nicht stimmt. Doch keine Sorge, es gibt Therapiemöglichkeiten, die helfen können.

Darum geht’s hier:

  1. Wie entstehen Übelkeit und Erbrehen?
  2. Die häufigsten Ursachen von Übelkeit 
  3. Hausmittel gegen Übelkeit
  4. Wann sollte ich zum Arzt gehen?
Wer an Magen-Darm-Beschwerden leidet, fühlt sich tagelang elend. ©iStock
Wer an Magen-Darm-Beschwerden leidet, fühlt sich tagelang elend. ©iStock

1. Wie entstehen Übelkeit und Erbrechen?

Übelkeit und Erbrechen sind ein komplexer Vorgang. Wir haben sehr viele Rezeptoren in unserem Magen-Darm-Bereich. Sie geben die Informationen über den sogenannten Vagusnerv an unser Brechzentrum weiter. Es entscheidet dann darüber, ob uns nur übel ist oder wir uns übergeben müssen. Das Brechzentrum erhält auch Informationen von unserem Gleichgewichtsorgan. Deshalb wird Dir auch übel, wenn du auf dem Wasser bist. Aber in der Regel kommt das Signal vom Magen-Darm-Trakt. Anschließend werden die Informationen an die Muskeln weitergegeben und der Magen pumpt das Essen hoch nach oben.

2. Die häufigsten Ursachen von Übelkeit & Stress

Hinter den Symptomen Übelkeit und Erbrechen können verschiedene Krankheiten stehen. Zu den häufigsten Ursachen gehören Erkrankungen des Magen-Darm-Traktes in Folge von Bakterien oder Viren-Infektionen. Zudem können Medikamente starke Nebenwirkungen haben, die dann zu Übelkeit führen können.

Auch in der Schwangerschaft neigen viele Frauen, besonders in den ersten drei Monaten, zu Übelkeit und Erbrechen. Dies hat viele Ursachen. Zum Einen verändern sich der Hormonhaushalt und der Blutzuckerspiegel. Zum Anderen wird der Geruchssinn empfindlicher. Doch keine Sorge, die Übelkeit schadet deinem Baby nicht und ist ganz normal.

Ständige Übelkeit kann auch ein Anzeichen für zu viel Stress sein. Was im Kopf vorgeht, betrifft auch deinen Magen-Darm-Trakt. Versuche daher schnell den genauen Auslöser für deine Beschwerden herauszufinden.

3. Hausmittel gegen Übelkeit

Folgende Hausmittel haben sich bei Übelkeit und Erbrechen bewährt: 

  • Verzichte auf Nahrung und trinke nur in kleinen Mengen. Iss dann wieder vorsichtig das, worauf du Lust hast
  • Iss magenschonende Kost wie Zwieback, Bananenbrei, Kartoffelbrei oder Möhrensuppe
  • Trinke eine Tasse warmen Pfefferminz-, Kamillen oder Ingwertee
  • Versuche dich ein paar Tage zu schonen und hin und wieder spazieren zu gehen
  • Wärmflasche auf den Bauch

Mythos Cola und Salzstangen:

Oft heißt es, Cola und Salzstangen seien ein effektives Hausmittel bei Übelkeit, Durchfall und Erbrechen. Doch das ist ein Trugschluss, denn:

Hierbei gehen dem Körper in der Regel wichtige Nährstoffe verloren,

erklärt Ursula Sellerberg von der Bundesapothekenkammer in Berlin der Welt.

Andreas Stallmach, Direktor der Klinik für Gastroenterologie am Universitätsklinikum Jena, stimmt zu und rät deshalb von Cola und Salzstangen als Heilmittel gegen Übelkeit und Erbrechen ab.
Cola enthält viel zu viel Zucker, das kann den Durchfall verstärken,
so der Mediziner. Salzstangen besitzen zudem einen hohen Natriumwert, wobei der Körper stattdessen eher Kalium benötigen würde.

Stattdessen werden Bananen, Brot, Karottensuppe oder Brühe empfohlen. Zum Ausgleich der verlorenen Nährstoffe werden Elektrolytlösungen aus der Apotheke empfohlen.

Mythos oder Medizin: Helfen Cola und Salzstangen bei Übelkeit wirklich? ©iStock
Mythos oder Medizin: Helfen Cola und Salzstangen bei Übelkeit wirklich? ©iStock

4. Wann sollte ich zum Arzt gehen?

Wenn Übelkeit und Erbrechen länger als 48 Stunden anhalten, solltest du zum Hausarzt gehen. Bei Kindern oder Senioren ab 70 Jahren gilt diese Regel bereits nach einem Tag. Außerdem empfiehlt sich ein Arztbesuch sofern die Symptome häufiger und regelmäßig auftreten. Dann kann es eine Nebenwirkung von Schmerzmitteln sein oder auf eine gefährliche Krankheit hindeuten.

Wenn Übelkeit und Erbrechen in Kombination mit Oberbauch- bzw Brustschmerzen sowie Atemnot auftreten, dann ist dringender Handlungsbedarf angesagt. Es kann sich um einen Herzinfarkt oder einen Schlaganfall handeln. Jetzt solltest du unbedingt die 112 anrufen.

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