Mensa-Foodporn der Uni Kassel wird auf Instagram zum Hit

Normalerweise gilt Essen aus der Mensa als kulinarisch nicht besonders ausgefeilt. Die Gerichte sind günstig und genießbar, mehr aber auch nicht. Doch offenbar nicht an der Uni Kassel. Hier drapieren zwei Studenten ihre tägliche Mensa-Mahlzeit für Instagram so, als würde es sich um hochwertige Gourmet-Küche handeln.

Foodporn für Instagram direkt aus der Mensa

Ein Instagram-Profil, das mit Mensa-Resten sogar Promiköche begeistert? Klingt wie ein schlechter Scherz, doch gibt es auf dem Account von Florian Glappa und Roman Jäger wirklich. Die beiden Studenten essen regelmäßig in der Uni Mensa und fotografieren anschließend ihre Mahlzeit – oder zumindest das, was davon noch übrig ist.

 Jan Böhmermann empfiehlt den Account

Nachdem jetzt der Satiriker Jan Böhmermann das Profil weiterempfohlen hat, stiegen die Followerzahlen des Accounts massiv an. Mittlerweile kommt @mensa.fudprn auf mehr als 2.700. In ihrer Bio heißt es:

Preisträger des Jan Böhmermann Zertifikats für „ein sehr lustiges Instagram-Profil“.

 

Auch Starkoch Frank Rosin ist Fan

Die beiden Ersteller des Accounts sind sehr einfallsreich, was die Präsentation und Inszenierung ihres Resteessens betrifft. Sie geben den Werken lustige Namen und richten das Essen so her, dass ihr es kaum noch erkennen werdet. Kein Wunder also, dass die Bilder bei Mitarbeitern und Studenten der Uni so gut ankommen. Dass die Erfinder mit dieser Idee zu Social-Media-Stars mutieren, hätten sie allerdings selbst nicht gedacht. Doch ganz zufällig war die Entdeckung auch nicht, denn Prominente wie Alexander Herrmann und Frank Rosin werden auf den Bildern verlinkt, um mehr Aufmerksamkeit zu erreichen. Das ist den beiden Künstlern geglückt, denn Likes der Promi-Köche gab es auch schon.

Doch eigentlich sehen  Jäger und Glappa keinen tieferen Sinn in ihren Fotos.

Es ist einfach ein witziges Hobby für die Mittagspause,

erklärt Jäger gegenüber dem Spiegel. Dennoch wollen sich die beiden auch über Menschen, die ständig ihr Essen fotografieren und ins Netz stellen, lustig machen.

Und was sagt der Küchenchef?

Natürlich hat sich der Erfolg des Instagram-Accounts schon herum gesprochen, sodass die Mitarbeiter der Mensa-Küche den Account. Spannend sei hierbei, welche Gerichte ausgewählt und am meisten kommentiert werden.

„Natürlich will man als Koch vor allem durch gutes Essen bekannt sein,

erklärt Tim Sichtemann, der Leiter der Zentralmensa gegenüber „HNA“. Doch der 41.Jährige nimmt es mit Humor, denn die Bilder seien ja witzig.Die Mensa der Uni Kassel verzichtet zudem weitestgehend auf Tiefkühlgerichte und wurde für ihre Qualität bereits mehrfach ausgezeichnet.

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