Magst du keinen Brokkoli? Schuld sind vermutlich die Gene

Eine neue Studie fand heraus, dass die Gene dafür verantwortlich sind, dass bestimmte Gemüsesorten für einige Menschen bitterer schmecken, als für Andere. Die Empfindlichkeit der Geschmacksknospen nimmt mit zunehmendem Alter ab, sodass sich die Wahrnehmung verändern kann.

Das Geschmacksgen

Bestimmte Gene haben Einfluss auf den Geschmackssinn. ©iStock
Bestimmte Gene haben Einfluss auf den Geschmackssinn. ©iStock

Die Studie umfasste 175 Personen mit einem Durchschnittsalter von 52 Jahren. Die Teilnehmer kamen aus einer Herz-Kreislauf-Risikogruppe und wurden bezüglich ihrer Ernährungsgewohnheiten und Gene kategorisiert. Ergebnis der Studie:

Die Gene beeinflussen die Art und Weise, wie wir schmecken und der Geschmack ist ein wichtiger Faktor bei der Auswahl von Lebensmitteln,

so die Studienautorin Jennifer L. Smith von der University of Kentucky. Laut den Forschern erbt jeder zwei Kopien eines Geschmacksgens namens „TAS2R38“. Personen, die zwei Exemplare der Variante mit dem Namen AVI erben, reagieren nicht auf den bitteren Geschmack bestimmter Lebensmittel.

Diejenigen mit einer Kopie von AVI und einer anderen, die als PAV bezeichnet werden, nehmen den bitteren Geschmack dieser Chemikalien wahr, jedoch mit zwei Kopien von PAV, die oft als „Superschmecker“ bezeichnet werden und dieselben Lebensmittel als außergewöhnlich bitter empfinden.

Diese Menschen empfinden Brokkoli, Rosenkohl und Kohl als unangenehm bitter und können auch empfindlich auf auf dunkle Schokolade, Kaffee und manchmal Bier reagieren,

erklärt Smith weiter.

Die Autoren der Studie befürchten, dass diese Konstellation Menschen davon abhält, bestimmtes Gemüse zu essen, das ihre Herzgesundheit eigentlich schützt.

Die Ergebnisse der Studie sollen dazu führen, dass wir herausfinden wie Menschen letztendlich mehr Gemüse essen können.

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