Luxus-Automaten: Champagner auf Knopfdruck

Wir haben uns an Kaugummi, Sandwiches oder Cola aus dem Automaten gewöhnt. Aber Champagner?

Ja, selbst den können Feinschmecker nun in speziellen Automaten spontan erwerben.

Einer der bekanntesten Exemplare befindet sich im Mandarin Oriental Hotel in Las Vegas. Gesponsert von der Firma Moet & Chandon kann der Kunde zwischen den Sorten Imperial Brut oder Imperial Rose entscheiden.

Champagner to Go gibt es auch in Deutschland

Doch auch in Deutschland gibt es mittlerweile Automaten, die sich speziell an die Luxus-Zielgruppe richten. So stellte das Ehepaar Murat vor zwei Jahren mitten in Essen einen Champagner-Automaten auf. Für den Notfall gibt es hier die 0,2 Liter Flasche „Moët & Chan­don2″ für 20 Euro oder die 0,375 Liter für 25 Euro.

Champagner bekommt man nicht an jeder Ecke. Wenn man draußen unterwegs ist, kann es schon einmal schwierig werden, eine Flasche aufzutreiben – vor allem eine gekühlte. Eines Abends haben wir eine Dokumentation über Amerika gesehen – dort gibt es alles Mögliche in Automaten,

so Hüseyin Murat über seine Idee.

500 Kilometer weiter östlich, in Berlin Mitte ist die automatisierte Nahrungsaufnahme längst Standard. Im Delikatessengeschäft „Floris Feinkost“ steht der erste Delikatessenenautomat Deutschlands. Neben Schokolade, Waffeln, herben Nussmischungen gibt es auch hier Champagner. Das Angebot richtet sich nicht nur an die Gourmets, sondern auch an jene, die noch ein kurzfristiges Geschenk suchen. Die Nachfrage sei groß, heißt es.

Die Köstlichkeiten im Inneren des Automaten-Novums wechseln von Saison zu Saison. Mal geht es nussig herbstlich zu, mal fruchtig sommerlich,

so Erfinder Floris Vlasman.

Doch warum? Einerseits benötigten Automaten weniger Platz als große Supermärkte und sind rund um die Uhr geöffnet. Zum Anderen würden der Boom der Automaten durch das Internet begünstigt. Das Verhalten der Konsumenten habe sich verändert, erklärt Christopher Salyers, der das Buch „Vending Machines: Coined Consumerism“ veröffentlichte.

Schließlich sind Kunden durch das Internet an Konsum ohne Verkäufer gewöhnt – und Unternehmen lieben es, Arbeit wegzurationalisieren,

heißt es hier.

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