Schwanger: Darf ich noch Lakritze essen?

Forscher in Finnland fanden heraus, dass der Verzehr von Lakritz in der Schwangerschaft die Entwicklung des Kindes beeinträchtigen kann. Die Studie zeigte, dass Mädchen und Jungen, deren Mütter während der Schwangerschaft große Mengen Lakritz konsumierten,  häufiger an ADHS erkrankten als andere Kinder.

Darum geht’s hier:

  1. Lakritze als No-Go-Nahrungsmittel in der Schwangerschaft
  2. So wirkt Lakritze in der Schwangerschaft auf den Fötus
  3. Unbedenkliche Mengen Lakritz für die Dauer der Schwangerschaft
  4. Die gesundheitsschädliche Wirkung von Lakritze in der Schwangerschaft

1. Lakritze als No-Go-Nahrungsmittel in der Schwangerschaft

Du solltest Dir Deine aktuelle Ernährungsweise bewusstmachen und auf eine Schwangerschaft ausrichten. Hierzu ist eine besondere Diät erforderlich. Einige Nahrungsmittel, welche Du im gesamten Schwangerschaftsverlauf meiden solltest, sind Dir vermutlich bekannt. Dazu gehören zum Beispiel Alkohol, rohes Fleisch oder roher Fisch. Es ist hingegen weniger verbreitet, dass Lakritze Deinem ungeborenen Nachwuchs schaden kann. Hierbei macht es keinen Unterschied, ob die beliebte und leicht herbe Süßigkeit zusätzlichen Zucker enthält oder zuckerfrei ist. Kinder, deren Mütter während der Schwangerschaft zu viel Lakritze konsumieren, leiden möglicherweise ihr gesamtes Leben unter den Folgen.

2. So wirkt Lakritze in der Schwangerschaft auf den Fötus

Studien zum Thema Ernährung in der Schwangerschaft haben ergeben, dass Lakritze die betroffenen Babys nachhaltig schädigen kann. Dies trifft vor allem dann zu, wenn sie in größeren Mengen verzehrt wird. Lakritze und deren Inhaltsstoffe können die Entwicklung des Gehirns des Kindes hemmen und die Gedächtnisleistung, die Konzentrationsfähigkeit, die allgemeine Intelligenz sowie das Sprachvermögen negativ beeinflussen. Weiterhin wurde bei Kindern, deren Mütter in der Schwangerschaft in übermäßigem Ausmaß Lakritze konsumierten, häufig ein erhöhtes Aggressionspotenzial festgestellt. Unter einem verfrühten Einsetzen der Pubertät litten insbesondere die betroffenen Mädchen.

Heißhungerattacken gehören in der Schwangerschaft dazu, doch Lakritze sollte nicht dazugehören. ©iStock
Heißhungerattacken gehören in der Schwangerschaft dazu, doch Lakritze sollte nicht dazugehören. ©iStock

3. Unbedenkliche Mengen Lakritz für die Dauer der Schwangerschaft

Der Verzehr von kleineren Mengen Lakritze wurde als unbedenklich eingestuft. Forscher haben genau festgelegt, wie viel Lakritze eine werdende Mutter ohne Bedenken essen darf. Als Faustregel kannst Du Dir merken, dass 250g Lakritze pro Woche, in der 500mg Glycyrrhizin enthalten sind, während einer Schwangerschaft als mögliches Gesundheitsrisiko betrachtet werden. Wenn Du die ersten Schwangerschaftsanzeichen wahrnimmst und Gelüste nach Lakritze verspürst, kannst Du den Meinungen der führenden Forscher zufolge wöchentlich rund 125g Lakritze mit 249mg Glycyrrhizin zu Dir nehmen, ohne eine Schädigung Deines Babys zu riskieren. Schwangere müssen das Aroma ihrer geliebten Lakritzstangen folgerichtig nicht gänzlich meiden, sollten aber aus Liebe zu ihrem ungeborenen Nachwuchs genau auf die maximale Verzehrmenge achtgeben und diese nicht überschreiten.

4. Die gesundheitsschädliche Wirkung von Lakritze in der Schwangerschaft

Der Wirkstoff Glycyrrhizin, der als einer der Hauptinhaltsstoffe in Lakritze enthalten ist, ist verantwortlich für die gesundheitsschädigende Wirkung der aromatischen Leckerei während der Schwangerschaftswochen. Er kann Bluthochdruck, Kopfschmerzen und Ödeme verursachen. Er greift außerdem in Stoffwechselprozesse ein und kann einen Kaliummangel auslösen. Glycyrrhizin schwächt die Plazenta in der Schwangerschaft so stark, dass diese ihre Schutzfunktion nicht mehr ordnungsgemäß erfüllen kann. Somit können schädliche Stoffe vermehrt zum Fötus gelangen und diesen nachhaltig schädigen. Weiterhin wird die körpereigene Cortisolproduktion durch Lakritz beeinflusst. Das Stresshormon ist solch ein Schadstoff, auf den die Forscher die beschriebenen Beeinträchtigungen bei zu hohem Lakritzkonsum zurückführen.
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