Diese Lebensmittel sind für Kinder ungeeignet

Es gibt in Deutschland immer mehr übergewichtige Kinder. Diese haben meist auch im Erwachsenenalter Probleme mit der Gesundheit. Deshalb sollte bereits früh auf eine ausgewogene, gesunde Ernährung geachtet werden. Aber was gehört auf den Speiseplan? Welche Lebensmittel liefern am meisten Energie? Welche sollten eher vom Speiseplan gestrichen werden?

Inhaltsverzeichnis

  1. Lebensmittelpyramide für Kinder
  2. Diese Lebensmittel sind für Kinder ungeeignet
  3. Ernährungstipps
  4. Rezepte für Kinder

1. Lebensmittelpyramide für Kinder

Ernährungspyramiden dienen als praktische Unterstützung im Alltag. Hierbei steht jeder Baustein der Pyramide für eine Portion. Diese ist ungefähr so groß wie die eigene Hand bzw. die Kinderhand.

Die Pyramide macht deutlich, dass besonders Eiweiße für das Wachstum und den Aufbau von Muskeln wichtig sind. Daher sollten mindestens 15% der täglichen Ernährung daraus bestehen. ©iStock
Die Pyramide macht deutlich, dass besonders Eiweiße für das Wachstum und den Aufbau von Muskeln wichtig sind. Daher sollten mindestens 15% der täglichen Ernährung daraus bestehen. ©iStock

Das Fundament der Pyramide bildet Flüssigkeit. Hierbei sollten Eltern auf ungesüßte Getränke achten.

Außerdem empfiehlt die Verbraucherzentrale mindestens 3 Portionen Gemüse und 2 Portionen Obst am Tag.

Die dritte Stufe der Pyramide besteht aus Getreide, Brot und Beilagen. 4 Tagesportionen sollten es hierbei mindestens sein.

Zu einer ausgewogenen Ernährung von Kindern zählen ebenso Milch-Wurst, Fisch, Fleischprodukte. Diese sollten jedoch in Maßen genossen werden.

Die letzte Stufe der Pyramide wird von Süßigkeiten und Speisefetten gebildet. Kinder sollten maximal eine Portion Süßigkeiten pro Tag essen.

Wenn man es schafft, damit sehr sparsam zu sein, verlangen Kinder später seltener nach Süßem,

so Ökotrophologin Dr. Magareta Büning-Fesel im Interview mit Zeit Online.

Auch eine vegetarische Ernährung ist für Kinder unbedenklich, doch wer sein Kind vegan ernähren möchte, sollte bestimmte Hinweise beachten, denn hier besteht das Risiko einer Mangelernährung und Krankheiten.

2. Diese Lebensmittel sind für Kinder ungeeignet

Besonders im Säuglingsalter gilt es auf eine spezielle Ernährung zu achten. Ungeeignet sind für Babys zum Beispiel Honig und Kuhmilch. Diese Lebensmittel können noch nicht vollständig verwertet werden. Zusätzlich ist der Verauungsapparat noch sehr empfindlich. Babys müssen erst lernen mit fester Nahrung umzugehen. Gleichzeitig ist das Immunsystem noch nicht vollständig entwickelt. Insofern können wichtige Antikörper gegen unerwünschte Keime in der Nahrung noch nicht gebildet werden.

Problematisch seien ebenso verarbeitete Speisen wie Tüten-oder Gemüsesuppen aus der Dose. Generell sollten Fertigprodukte kritisch hinterfragt werden. Wer unsicher ist, sollte einen Blick auf die Zutatenliste werfen und sich fragen: Würde ich diese Zutat auch benutzen, wenn ich das Gericht zubereite?

Ungeeignete Lebensmittel: 

  • Kuhmilch: Babys vertragen am besten Muttermilch oder extra angerührte Babymilch. Kuh-,Soja-oder Ziegenmilch sind dagegen eher ungeeignet.
  • Honig: Im schlimmsten Fall kann Honig Bakterien beinhalten, die bei Babys zu einer lebensbedrohlichen Darminfektion führen können.
  • Eier: Im ersten Lebensjahr sollte auf weichgekochte oder rohe Eier verzichtet werden. Diese können eventuell mit Salmonellen vergiftet sein.
Honig gehört erst ab dem 2. Lebensjahr auf den Speiseplan. ©iStock
Honig gehört erst ab dem 2. Lebensjahr auf den Speiseplan. ©iStock
  • Kaltgepresste Öle: Diese Öle können Keime enthalten, die die Leber von Säuglingen schaden können.
  • Nüsse, Weintrauben, Fisch mit Gräten, Lutschbonbons: Vorsichtig sollten Eltern auch bei diesen Lebensmitteln sein. Diese können leicht am Stück verschluckt werden.
  • Linsen, Erbsen, Bohnen, Kohl: Diese Lebensmittel führen in der Regel zu Blähungen. Diese sind bei Säuglingen besonders schmerzhaft. Deshalb sollte auf diese Speisen verzichtet werden.
  • Auberginen: Gleiches gilt für Auberginen. Sie besitzen einen hohen Nikotingehalt und können daher schädlich wirken.
  • Rohes Fleisch: In rohen tierischen Lebensmitteln können sich Bakterien schneller ansiedeln. Sie sind häufig für Lebensmittelinfektionen bei Kindern verantwortlich.
  • Limonade und Säfte mit Zuckerzusatz: Geeigneter für Kleinkinder und Säuglinge sind ungesüßte Früchte-oder Kräutertees sowie Wasser.
  • Schokolade, Kakao, Tomaten, Zitrusfrüchte, Pfirsiche: Diese Lebensmittel könnten später eine Nahrungsmittelallergie hervorrufen.

3. Allgemeine Ernährungstipps

Kleine Leckermäuler benötigen fünf ausgewogene Mahlzeiten täglich. Nur so haben sie ausreichend Energie zum Rumtoben draußen. ©iStock
Kleine Leckermäuler benötigen fünf ausgewogene Mahlzeiten täglich. Nur so haben sie ausreichend Energie zum Rumtoben draußen. ©iStock
  • Keine Verbote: Alles, was verboten ist, ist für Kinder besonders interessant. Deshalb sollten Süßigkeiten erlaubt sein – aber nicht mehr als eine Handvoll pro Tag.

Sobald Kinder merken, dass ihre Eltern durch Essverhalten erpressbar sind, haben die verloren,

so Ernährungswissenschaftlerin Büning-Fesel weiter.

  • Viel Obst und Gemüse: Nur 14 Prozent der Drei-bis Zehnjährigen essen die vorgeschriebenen 5 Portionen Obst-oder Gemüse pro Tag. Dies ergab die Kiggs-Studie, eine Langzeitstudie des Robert Koch-Instituts zur gesundheitlichen Lage der Kinder und Jugendlichen in Deutschland.

Es ist unbestritten, dass Obst und Gemüse sehr gesund und ein wichtiger Bestandteil der Ernährung von Kindern sind,

erklärt der Leitende Arzt der Pädiatrie des Altonaer Kinderkrankenhauses Prof. Dr. med. Philippe Stock. Sie würden wertvolle Vitamine, Mineralstoffe und natürlich auch viele Ballaststoffe enthalten. Deshalb empfehlen Experten, dass Kinder ungefähr 5 Portionen Obst oder Gemüse am Tag essen sollten. Hierzu eignen sich gut Zwischendurch-Snacks. Es gibt auch die Regel „Bunt ist gesund“. Verschiedenfarbiges Obst enthält wichtige, unterschiedliche Nährstoffe.

Gemüse ist hingegen empfehlenswerter, denn Obst enthält sehr viel Fruchtzucker und damit viele Kalorien. Baue am besten das Obst und Gemüse spielerisch in den Ernährungsplan mit ein. Gib ansonsten jeden Tag etwas Obst oder Gemüse in die Brotdose hinein oder reiche Abends einen leckeren Gemüse-Snack mit frischen Dips.

  • Mehr Bewegung: Mindestens zwei Stunden Bewegung sollten es am Tag sein. Mit diesen Tricks kannst du dein Kind zu mehr Sport im Alltag bewegen: Spielerische Wettbewerbe, Sport als Familienevent, Neue Sportarten, Freunde einladen und gemeinsam Sport machen
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