Blähbauch? Ursachen und Tipps zur Behandlung

Jeder von uns kennt es, das unangenehme Völlegefühl, das zu Krämpfen oder Bauchschmerzen führen kann. Dahinter können vielfältige Ursachen stecken: Wassereinlagerungen, Nahrungsunverträglichkeiten oder andere krankhafte Ursachen.

In diesem Artikel verraten wir Dir, welche Übungen und Lebensmittel gegen Blähungen helfen und wie du Völlegefühle künftig reduzieren kannst.

1. Was sind Blähungen?

Jeder von uns hat sie von Zeit zu Zeit. Blähungen treten auf, wenn sich dein Bauch nach dem Essen voll anfühlt. Hierbei hat sich viel Luft im Darm angesammelt. Sie drückt und zwickt. In der Regel verschwinden sie von ganz allein, aber können auch zu Bauchschmerzen führen.

Viele Nahrungsmittelunverträglichkeiten können zu Blähungen führen. ©iStock
Viele Nahrungsmittelunverträglichkeiten wie Laktoseintoleranz können zu Blähungen führen. ©iStock

2. Mögliche Ursachen

In der Regel treten Blähungen auf, wenn sich im Magen oder Darm überschüssige Gase bilden. Normalerweise lösen die sich von selbst auf, aber du kannst diesen Prozess auch beschleunigen.

Der beste Weg, um gegen Blähungen vorzugehen, besteht darin, die Ursache zu ermitteln.

Häufige Auslöser für Blähungen sind:

  • Verdauungsprobleme: Verstopfung, Nahrungsmittelallergien und Unverträglichkeiten können zu Blähungen führen. Übermäßiges Gas kann sich auch hinter dem Stuhl ansammeln und das Aufblähen verschlimmern.
  • Ernährung: Sprudelnde Getränke, zu viel Salz oder Zucker und zu wenig Ballaststoffe in der Nahrung können zu Blähungen führen.
  • Stress-Essen: Schnelles Essen führt zu einem gestressten Magen und so kommt gleichzeitig viel Luft in den Verdauungstrakt.
  • Schwangerschaft Viele Frauen leiden vor und während der Schwangerschaft: an lästigen Blähungen. Diese entstehen, da sich die Verdauung verlangsamt und die Gebärmutter zunehmend auf den Darm drückt.
Besonders Schreibtisch-Täter leiden oft unter einem Blähbauch. Versuche regelmäßig spazieren zu gehen, um die Darmtätigkeit anzuregen. ©iStock
Besonders Schreibtisch-Täter leiden oft unter einem Blähbauch. Versuche regelmäßig spazieren zu gehen, um die Darmtätigkeit anzuregen. ©iStock

3. Tipps gegen Blähungen

Verschiedene Hausmittel können gegen einen Blähbauch helfen. Die folgenden Tipps können helfen, einen aufgeblähten Bauch schnell loszuwerden:

  • Spaziergänge: Wird der Darm regelmäßig bewegt, kann überschüssiges Gas und Stuhl besser entweichen. Besonders bei Verstopfung ist das sehr wichtig. So kann ein Spaziergang um den Block bereits helfen, um den Darm zu entlasten.
  • Ernährungsumstellung: Führst du dem Körper schnell sehr viele Ballaststoffe zu, wird der Darm gereizt. Auch viele Fertig-,Diät- und Lightprodukte können zu einem Blähbauch führen. Milch- bzw- Fruchtzucker sind schädlich für den Körper. Generell sollte eine Ernährungsumstellung immer langsam vollzogen werden.
  • Yoga: Einige Yoga-Positionen können dabei helfen überschüssige Gase freizusetzen. So können Blähungen vermieden werden.
  • Pfefferminzölkapseln: Sie können das Völlegefühl verringern und helfen gleichzeitig bei einem Reizdarmsyndrom. Pfefferminz entspannt die Darmmuskulatur. Neigst du zu Sodbrennen, dann meide Pfefferminze.
  • Medikamente: Auch andere Anti-Gasmedikamente mit dem Wirkstoff Simeticon können Völlegefühl und Blähungen verbessern. Diese sind entweder in der Apotheke oder online erhältlich.
  • Bauchmassagen: Massagen können dabei helfen den Darm in Schwung zu bringen. Als besonders erfolgreich erweist sich eine Massage, die den Weg deines Dickdarms nachzeichnet. Gehe dabei wie folgt vor:1. Platziere die Hände direkt über dem rechten Hüftknochen.
    2. Reibe in kreisenden Bewegungen mit leichtem Druck in Richtung der rechten Seite des Brustkorbs.
    3. Reibe nun gerade über die Oberseite des Brustkorbs.
    4. Bewege die Hände langsam nach unten in Richtung des linken Hüftknochens. Wiederhole das Ganze nach Bedarf.
  • Ätherische Öle: Viele Aromaöle werden im Bereich der Schmerztherapie eingesetzt. Bei Blähungen und Verdauungsbeschwerden werden folgende pflanzliche Öle eingesetzt: Anis, Basilikum, Fenchel, Ingwer, Kardamon, Kamille, Koriander, Lavendel, Lorbeer, Melisse, Nelke, Oregano und Pfefferminze.
  • Baden: Ein warmes, heißes Bad kann ebenfalls krampflösend wirken. Dein Stresslevel reduziert sich und somit wird das Völlegefühl verringert.
Blähungen sind in der Schwangerschaft keine Seltenheit: Das Hormon Progesteron sorgt dafür, dass sich die glatte Muskulatur entspannt, also auch die Muskelschicht der Darmwand. ©iStock
Blähungen sind in der Schwangerschaft keine Seltenheit: Das Hormon Progesteron sorgt dafür, dass sich die glatte Muskulatur entspannt, also auch die Muskelschicht der Darmwand. ©iStock

4. Wann sollte der Arzt aufgesucht werden?

Blähungen sind in der Regel harmlos und keine schwere Erkrankung. Doch es gibt auch Krankheiten, die zum Anschwellen des Bauches führen können. Dazu gehören: Lebererkrankungen, entzündliche Darmerkrankungen, Herzinsuffizienz, Nierenprobleme und einige Krebsarten.

Gleichzeitig können Blähungen, die tagelang oder wochenlang anhalten, auf ein gesundheitliches Problem hinweisen, das ärztlicher Behandlung bedarf. Es ist ratsam, mit einem Arzt über andauernde Blähungen zu sprechen.

Personen, deren Völlegefühl neben diesen Symptomen auftritt, sollten ärztlichen Rat einholen:

  • Appetitveränderungen oder Essstörungen
  • Durchfall
  • Erbrechen
  • Gewichtsverlust
  • Fieber
  • Schwere Bauchschmerzen
  • Blut im Stuhl
  • Schwarzer Stuhl
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