Bananenblätter statt Plastikverpackungen?

Egal welches Lebensmittelgeschäft wir betreten, überall ist Plastik zu sehen. Auf der ganzen Welt werden deshalb Wege gesucht, um die Plastikverschmutzung zu reduzieren.

Doch die Besitzer der thailändische Supermarktkette „The Rimping“ hatten kürzlich eine geniale Idee um Plastikmüll zu vermeiden. Statt Plastik verwenden sie Bananenblätter, um frische Lebensmittel zu verpacken.

Die Sachen werden dann zwar etwas schneller alt, aber wir kehren trotzdem nicht zu Plastik zurück,

erklärt Geschäftsführer Atitarn Srisa-nga.

Die Vorteile von Bananenblättern

Bananenbäume wachsen das ganze Jahr über überall in Thailand. Ihre Blätter können bis zu 2 Meter lang werden und sind dick, breit und flexibel. Sie lassen sich leicht einwickeln und halten sogar einem breiten Temperaturspektrum statt. Alles was benötigt wird, um sie geschlossen zu halten, ist eine natürliche Faserbindung. Außerdem sind sie wasserdicht, was sie als Verpackung zusätzlich geeigneter macht.

Doch der wichtigste Vorteil ist, dass sich Bananenblätter als organisches Material sehr leicht kompostieren lassen. Plastikfolien benötigen dagegen 50 – 200 Jahre bis sie vollständig zersetzt sind. Außerdem ist es eine kostengünstige Alternative. Deshalb haben viele weitere Supermarktketten in Thailand, aber auch in Vietnam und Indonesien,  sich der Idee angeschlossen.

Im Kampf gegen den Plastikmüll ist ein Thai-Supermarkt zu Methoden aus alten Zeiten zurückgekehrt. © Facebook Perfect Homs Chiangmai
Im Kampf gegen den Plastikmüll ist ein Thai-Supermarkt zu Methoden aus alten Zeiten zurückgekehrt. © Facebook Perfect Homs Chiangmai

Kunden sind begeistert von der Verpackungsalternative

Auch bei den Kunden kommt die neue Verpackung an. So haben zahlreiche Supermarktbesucher Fotos von Gurken, Salat, grünen Bohnen, Chilischoten auf Facebook und Instagram geteilt.

Die Reduzierung von Kunststoffverpackungen nimmt auf der ganzen Welt zu.Trader Joe’s hat kürzlich auf Kundenwünsche reagiert und sich verpflichtet, den Plastikverbrauch in verschiedenen Bereichen des Geschäfts zu reduzieren. Auch die in Großbritannien ansässige Lebensmittelkette Tesco kündigte an, dass sie die Kunststoffverpackungen in der Produktabteilung stark reduzieren wird. Ob es sich hierbei auch um eine geeignete Alternative für deutsche Supermärkte handelt, ist fraglich, denn Bananenbäume wachsen in hiesigen Gefilden nicht.

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