Aprikosenkerne einpflanzen: Ernte deine eigenen Früchte

Aprikosen sind gesunde Südfrüchte, die deinen Körper mit reichlich Beta-Carotin und Kalium versorgen. Trotzdem führt die süße Frucht im Obstregal eher ein trauriges Schattendasein. Wir zeigen Dir deshalb, wie du Dir einen eigenen kleinen Aprikosenbaum im heimischen Garten anbauen kannst. Das ist gar nicht so schwer, denn du kannst ganz einfach einen verspeisten Aprikosenkern einpflanzen.

Darum geht es hier: 

  1. Aprikosenkerne einplanzen: So geht’s
  2. Vitaminbombe Aprikose 
  3. Verwendung von Aprikosenkernen
  4. Können Aprikosen beim Kampf gegen Krebs helfen?

1. Aprikosenkerne einpflanzen: So geht’s

Achte stets beim Einpflanzen darauf, dass der Aprikosenkern so frisch wie möglich ist. So garantierst du den besten Keimerfolg.

Anleitung:

  1. Reinige den Kern unter fließendem Wasser. Tupfe ihn ab und trockne ihn auf etwas Küchenpapier.
  2. Pflanze den Aprikosenkern nun etwa 3cm tief in einen kleinen Blumentopf, befeuchte ihn und gib etwas Frischhaltefolie über das Gefäß. Nun hat er Zeit zum Keimen, was einige Tage dauern kann. Halte die Erde stets feucht.
  3. Wenn du möchtest, kannst du den Kern vorab auch mit einer Nagelfeile vor dem Einpflanzen etwas anrauen und für 2-3 Tage in lauwarmem Wasser quellen lassen. So wird der Keimvorgang beschleunigt. Dennoch kann sich dieser Prozess viele Monate hinziehen.
  4. Beobachte deinen Keimling. Er wird sich am wohlsten auf einer hellen Fensterbank fühlen. Wenn sich die ersten grünen Spitzen bilden, dann geht es deinem Aprikosenbaum sehr gut. Wenn du möchtest, kannst du ihn jetzt in den Garten umpflanzen. Achte jedoch darauf direkte Sonneneinstrahlung zu vermeiden. Im Winter empfiehlt es sich auf Frostschutz zu setzen. Schütze den Baum zudem vor Regen und Wind.
  5. Nach dem Einpflanzen der Aprikosenkerne kann es bis zu fünf Jahre dauern, bis der Baum zum ersten Mal eigene Früchte trägt.
Um deinen eigenen Baum zu züchten, kannst du einfach einen verspeisten Aprikosenkern einpflanzen. ©iStock
Um deinen eigenen Baum zu züchten, kannst du einfach einen verspeisten Aprikosenkern einpflanzen. ©iStock

2. Vitaminbombe Aprikose

Hat sich dein Aprikosenbaum gut entwickelt? Dann lohnt ein Blick auf die zahlreichen Inhaltsstoffe der Südfrucht. Sie enthält zum Beispiel viele gesunde Vitamine vom wichtigen Vitamin C, über Vitamin E, B1, B2, B3, B4, B5 und B6, bis hin zur Vitamin-Vorstufe Betacarotin. Hinzukommen Mineralien wie Kalium, Phosphor, Kalzium, Magnesium, Natrium und Eisen.

Nicht zuletzt glänzt die Aprikose mit ihrem Carotin-Anteil, was dich langfristig vor Krebs schützt und entzündungshemmend wirkt.

Extra-Tipp: Du kannst Aprikosen auch trocknen, so ist die Wirkung der Inahltsstoffe sogar fünfmal so hoch!

Auch den Aprikosenkernen selbst wird eine heilende Wirkung nachgesagt. Was hat es damit auf sich?

3. Verwendung von Aprikosenkernen

Botanisch zählen Aprikosenkerne zur Familie der Rosaceae, genau wie die Mandeln, denen sie auch optisch ähneln. Es gibt bittere und süße Sorten, wobei es in dieser Betrachtung um die bitteren Kerne geht. Sie wachsen in den kleinen, säuerlichen Wildaprikosen. Nach der Ernte müssen die Früchte eine gewisse Zeit trocknen, bevor sich die Steine herauslösen lassen. Nach weiterer Trocknung werden die Steine geknackt und die eigentlichen Kerne mit der Hand verlesen.

Einige Hersteller verwenden Aprikosenkerne zur Herstellung von Kosmetika oder Medikamenten. 

Die Kerne besitzen einen hohen Anteil an Öl, das sich extrahieren lässt. In Indien wird Aprikosenkernöl zum Beispiel zur Herstellung von Massageöl verwendet, weil es schmerzlindernde Wirkungen haben soll.

Außerdem enthalten Aprikosenkerne Amygdalin (Vitamin B17), eine blausäurehaltige Verbindung, die unter Umständen giftig sein kann. In der bitteren Sorte ist der Wert deutlich höher als in der süßen. Für Erwachsene kann der Verzehr von 40 Kernen bereits lebensgefährlich sein. Ein Kern täglich ist dagegen kein Problem.

Die bitteren Aprikosenkernen enthalten . Dies wird in der alternativen Krebsbehandlung eingesetzt. ©iStock
Die bitteren Aprikosenkernen enthalten Amygdalin. Dies wird in der alternativen Krebsbehandlung eingesetzt. ©iStock

4. Können Aprikosenkerne beim Kampf gegen Krebs helfen?

Viele krebskranke Menschen verzehren Aprikosenkerne in der Hoffnung auf Heilung. Im Internet berichten Betroffene und Heilpraktiker von positiven Erfahrungen und die Aprikosenkerne werden als effektives Krebsmedikament beworben. Doch es gibt keine wissenschaftlichen Beweise für die Annahmen und auch das Bundesinstitut für Risikobewertung davor. In einer Stellungnahme des Bundesamtes für Risikobewertung heißt es dazu:

Im Internet ist zu lesen, dass bittere Aprikosenkerne angeblich gegen Krebs helfen sollen. Für diese Behauptung gibt es keine wissenschaftlichen Beweise.

Außerdem empfiehlt die Behörde nicht mehr als zwei Aprikosenkerne täglich zu verzehren.

cool good eh love2 cute confused notgood numb disgusting fail